Flotte-Suedandryll

Die Flotte Südandrylls

 

Der überwiegend aus Wüste bestehende Staat Südandryll ist zum Überleben auf Handel angewiesen. Da das Landesinnere der Südlande unerforscht und unerschlossen ist, bleibt nur der Seeweg, um mit den anderen Nationen dieses Kontinentes Waren auszutauschen.

Die Handelsflotte besteht überwiegend aus den dicken, fast schwerfällig wirkenden Dhaus, die mit ihrem charakteristischen Dreieckssegel entlang der Küsten den Handel aufrecht erhalten. Viele hundert Kamelladungen von Waren aller Art können so auf einmal transportiert werden. Aber auch kleine, schlanke und schnelle Bootstypen sind immer häufiger anzutreffen. Sie transportieren überwiegend Händler, Diplomaten und Waren von hohem Wert. Im Gegensatz zu den auf hohe Nutzlast ausgelegten Transportschiffen steht hier die Geschwindigkeit und Wendigkeit im Vordergrund; eine Entwicklung, die nicht zuletzt durch die zunehmende Piraterie entlang der Küsten voran getrieben wurde.

Die ausufernde Piraterie war es auch schließlich, welche den Aufbau der südandryllanischen Kriegsmarine notwendig machte. Diese Schiffe zeichnen sich durch überaus stabile Konstruktion, den meist reich verzierten stählernen Rammsporn am Bug und die Möglichkeit, sowohl mit Segel als auch mit Rudern bewegt zu werden, aus. Vor allem durch die in den vergangenen Jahren vom Militär ausgeschriebenen Bootsbau-Wettbewerbe, bei denen sich vor allem die zwei großen Werften Südandrylls einen erbitterten Wettkampf liefern, wurde die Entwicklung der Kriegsschiffe so weit vorangetrieben, dass es heute kaum noch einem Piraten gelingt, diesen ebenso eleganten wie effektiven Schiffen zu entkommen, sollte er vor ihnen gesichtet worden sein.

Aber auch die Diplomaten Südandrylls unterstützen den Kampf gegen die Küstenpiraten, indem beispielsweise Verträge über Durchfahrtsrechte durch fremde Hoheitsgewässer angestrebt werden.

Ein weiterer kleiner Zweig ist die Flussschifffahrt auf dem Sahkor. Auch wenn er in manchen Jahren im Sommer fast nur noch ein großer Bach ist, so wird er jeden Herbst zu einem mächtigen Strom, auf dem die Lastkähne von den Bergen im Süden bis zu den Häfen im Nordwesten fahren können. Gezogen werden diese Kähne von speziell dafür gezüchteten riesigen Ochsen. Sie wurden aus einer heimischen Wasserbüffelart gezüchtet.