Armee

Das Militär


Die Streitmacht Südandrylls ist, verglichen mit manch anderen Staaten der Südlande, recht klein. Doch sie hat im eigenen Lande die unerbittliche Wüste auf ihrer Seite, die schon manchen Feldzügen ein grausames Ende bereitet hat, noch bevor es zu großen Schlachten kam.

Die unter dem Banner des silbernen Sichelmondes auf schwarzem Untergrund kämpfende Armee gliedert sich in die Marine, den überwiegend aus leichter, mit Bogen, Schwertern und teilweise auch Lanzen bewaffneter Kavallerie bestehenden Landstreitkräften und der Tempelwache. Hinzu kommt, dass jeder wehrfähige Bürger Südandrylls an einer oder mehreren Waffen ausgebildet ist und wenigstens ein Schwert oder einen Bogen sein Eigen nennt. Dass in Südandryll beide Geschlechter gleichberechtigt zur Waffenausbildung heran gezogen werden, war schon für manchen Angreifer eine böse Überraschung.

Die, direkt dem hohen Klerus unterstellte Tempelwache schließlich dient in Friedenszeiten hauptsächlich der Repräsentation und schützt hochrangige Vertreter der Regierung und des Klerus vor eventuellen Attentätern. Ihre leuchtend blaue, aus Turban und fußlanger Tunika mit schwarzem, ledernen Brustpanzer bestehende Gardeuniform täuscht jedoch leicht darüber hinweg, dass es sich hier um eine hervorragend ausgebildete und schlagkräftige Eliteeinheit handelt.

Magier sind in Südandryll allgemein sehr selten anzutreffen und die wenigen Kampfmagier sind ausschließlich in der Akademie. Dennoch sollte ein Angreifer stets mit allem rechnen, wenn er einer südandryllanischen Einheit gegenüber steht.

Die Nachtelfen sind offiziell in die Armee eingegliedert, doch wird man sie überproportional häufig in den obersten Diensträngen und in Eliteeinheiten, wie der Tempelwache und dem Paladinorden antreffen.

Letzterer spielt noch eine Sonderrolle, da er innerhalb des Militärs eigene Eliteeinheiten stellt und außerhalb der normalen Hierarchie direkt dem Klerus unterstellt ist. Seine Rolle ist im Militär heftig umstritten, da viele Befehlshaber das kompromisslose und von einem eng ausgelegten Glauben bestimmte, radikale Vorgehen der Paladine fürchten.

In der militärischen Hierarchie sind Frauen und Männer seit jeher gleichberechtigt.